Das Forschungsprojekt: FCET2EC


Von der kontrollierten experimentellen Studie zur Alltagskommunikation: Wie wirksam ist intensive Aphasietherapie unter regulären klinischen Bedingungen?

 

From Controlled Experimental Trial to=2 Everyday Communication: How effective is intensive aphasia therapy under routine clinical conditions? (FCET2EC)


Das an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster angesiedelte Projekt FCET2EC untersucht die Wirksamkeit von Sprachtherapie bei Menschen mit chronischen Aphasien und wurde von der Gesellschaft für Aphasieforschung und –behandlung (GAB e.V.) initiiert. Es wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Studien und Empirische Analysen in der Versorgungsforschung“ im Modul 4 „Interventionelle Studien zum Versorgungsgeschehen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF; Förderkennzeichen: 01GY1144) sowie weiterhin von der GAB finanziell gefördert.

Im Mittelpunkt der Studie steht die intensive Sprachtherapie bei Menschen mit chronischer Aphasie nach Schlaganfall. Es wird untersucht, ob die Intensiv-Sprachtherapie bei Patienten, deren Schlaganfall bereits länger als 6 Monate zurückliegt, zu einer sprachlichen und kommunikativen Verbesserung in alltäglichen Gesprächssituationen führt und ob diese Effekte nach dem Intensivtherapie-Zeitraum anhalten. Um diese Entwicklungen festzustellen, werden vor Beginn der Therapie verschiedene Sprachtests durchgeführt, die direkt im Anschluss wie auch 6 Monate nach Abschluss der Therapie wiederholt werden. Die Kommunikationsfähigkeit wird dabei unter anderem mithilfe von alltagsnahen Rollenspielsituationen überprüft.

Eine weitere Fragestellung ist, ob und inwiefern sich durch eine intensive Sprachtherapie auch andere kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit verbessern. Zusätzlich wird überprüft, ob die Teilnehmer nach der intensiven Sprachtherapie besser in alltäglichen Situationen zurechtkommen (z.B. beim Essen zubereiten oder beim Telefonieren) und sich im täglichen Leben mehr zutrauen.