Ablauf der Studie

 Die intensive Sprachttherapie findet im Rahmen einer mindestens dreiwöchigen Rehabilitationsmaßnahme im Rahmen der Regelversorgung statt, d.h. es muss eine Kostenübernahmeerklärung einer Kranken- oder Rentenversicherung vorliegen. Alternativ ist eine private Finanzierung der Behandlung möglich. Pro Tag erhalten die Studienteilnehmer mind. 2 Stunden Sprachtherapie. Der Großteil (7 Therapieeinheiten) dieser 10 wöchentlichen Therapiestunden findet in Einzelsitzungen statt, der kleinere Teil (3 Therapieeinheiten) im Rahmen von Gruppentherapien.

Eine weitere Stunde verbringen die Teilnehmer täglich mit selbstständig durchgeführtem sprachzentriertem Training (z.B. am Computer), welches vom jeweiligen Sprachtherapeuten supervidiert wird.

 

Aus methodischen Gründen werden die Studienteilnehmer nach einer zufälligen Prozedur in zwei Patientengruppen eingeteilt. 50% der Teilnehmer gehören zur Sofort-Behandlungsgruppe, in welcher die die Intensiv-Sprachtherapie zum nächstmöglichen Zeitpunkt startet.

In der Wartelisten-Kontrollgruppe (die anderen 50% der Teilnehmer) beginnt die Intensiv-Sprachtherapie erst nach einer dreiwöchigen Wartezeit. Abgesehen von dieser Wartezeit sind die therapeutischen Bedingungen für beide Gruppen identisch.

Inhaltlich erhalten beide Gruppen eine Kombination aus sprachsystematischer und kommunikativ-pragmatischer Sprachtherapie. Alltagsrelevante Kommunikationsfähigkeiten der Patienten werden unmittelbar vor sowie nach (d.h. unmittelbar und 6 Monate nach) Abschluss der Sprachtherapie standardisiert erfasst und verglichen.

 

Die Durchführung der Sprachtests erfolgt je nach Wunsch des Patienten entweder bei diesem zu Hause durch einen eigens für die Studie geschulten Sprachtherapeuten (Testleiter) oder in dem Klinikzentrum, in welchem er auch die Rehamaßnahme erhält.

 

Deutschlandweit nehmen 19 ambulante und (teil-)stationäre Zentren teil:

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