Was haben die Klinikzentren von ihrer Teilnahme?

Im Hinblick auf das Forschungsprojekt FCET2EC wurde von der Arbeitsgruppe Therapiemanual der Gesellschaft für Aphasieforschung und –behandlung (GAB) innerhalb der letzten zwei Jahre ein Therapiemanual entwickelt. Neben dem ideellen Wert einer aktiven Mitarbeit an dieser deutschlandweiten multizentrischen Aphasietherapiestudie wird allen Klinikzentren das Therapiemanual zur Verfügung gestellt, und die Sprachtherapeuten erhalten Fortbildungen im Hinblick auf den Einsatz des Manuals.

Im Rahmen der Verbundprojekttreffen können sich sowohl die beteiligten Sprachtherapeuten als auch die Chefärzte der Zentren darüber hinaus regelmäßig zu inhaltlichen Fragen mit den Therapie-Supervisoren, den Antragstellern, den Mitarbeitern der Studienzentrale wie auch allen weiteren Beteiligten Personen austauschen.

 

Treffen der AG Therapiemanual bei der Jahrestagung der GAB in Konstanz im November 2011

 

Von links: T. Grewe, A. Baumgärtner, K.-J. Schlenck, R. Glindemann und S. Abel (nicht abgebildet: F. Domahs, W. Ziegler, F. Regenbrecht, M. Thomas und † L. Springer)

Das Manual beinhaltet sowohl Module für die einzelnen Ebenen der sprachsystematischen Therapie wie auch Module, welche die Durchführung der kommunikativ-pragmatischen Therapie begleiten. Alle therapeutischen Module sind nach Schweregraden sprachlicher Beeinträchtigungen abgestuft und werden jeweils in Anlehnung an den aktuellen individuellen Leistungsstand eines Studienteilnehmers eingesetzt. Die vorgeschlagenen Module beinhalten sowohl hierarchisch aufgebaute und differenziert dargestellte Übungswege als auch spezifisches Übungsmaterial in Form von Bildkarten, Wortkarten und Rollenspielsituationen.

Insgesamt steht das Therapieprojekt in einem engen Bezug zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF): Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.

Zum Einsatz des Therapiemanuals erhalten die Therapeuten der teilnehmenden Zentren eine kostenfreie Schulung durch Therapiesupervisoren (gleichzeitig Autoren des Therapiemanuals). Diese Supervisoren sind bei  inhaltlichen Fragen zum sprachtherapeutischen Vorgehen über die gesamte Projektphase hinweg ansprechbar.

Die Ergebnisse der initialen und durch externe Testleiter durchgeführten Sprachtests werden den Klinikzentren zur Verfügung gestellt und ermöglichen so einen direkten therapeutischen Einstieg. Im Rahmen explorativer Analysen werden darüber hinaus therapieinduzierte Veränderungen in speziell für die Studie entwickelten Screening-Verfahren zur Erfassung der sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten, wie auch Veränderungen in der subjektiv empfundenen Lebensqualität und in sprachrelevanten kognitiven Leistungen in beiden Gruppen (Experimentalgruppe versus Wartelisten-Kontrollgruppe) statistisch überprüft.

Das Studienzentrum übernimmt die Dokumentation erhobener Daten und koordiniert auch die Kontaktaufnahme zwischen den Klinikzentren, den Studienteilnehmern und den Testleitern.

Handbuch zum Therapiemanual

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Karteibox mit Bildkarten zum Therapiemanual

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